Unterkieferschiene

Eine sogenannte Unterkieferschiene (Fachbegriff Unterkieferprotrusionsschiene) verhindert mechanisch das Zufallen der Atemwege oberhalb des Kehlkopfes. Eine speziell angepasste Schiene des Ober- und Unterkiefers wird verbunden und kann dann den Unterkiefer bis circa 1 cm nach vorne ziehen (=Protrusion). Die Schiene wird natürlich nur in der Nacht getragen.


Die Unterkieferprotrusionsschiene ist bereits seit Jahrzehnten ein anerkanntes Verfahren zur Behandlung der moderaten Schlafapnoe. Bei nur moderatem Übergewicht (BMI bis 30) und mäßigen Atmungsstörungen ist sie gleichwertig effektiv wie eine CPAP-Therapie.


Allerdings ist die Schiene in Deutschland (anders zum Beispiel in Frankreich) noch eine Rarität, da diese bisher nur von Privatkassen bezahlt wurde.
Mit Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses der Krankenkassen vom November 2020 ist nun aber klargestellt, dass im Laufe des Jahres 2021 die Kosten für eine Unterkieferprotrusionsschiene auch für gesetzlich Versicherte als Alternativverfahren übernommen werden wird, wenn die CPAP-Therapie nicht vertragen wird.


Darüberhinaus stellen wir für Sie auch individuelle Kostenübernahmeanträge, die auf der neuen gesetzlichen Grundlage durchaus realistische Erfolgsaussichten haben (individuell abhängig von der einzelnen Krankenkasse).


Seit 2018 arbeiten wir auf dem Gebiet der Unterkieferprotrusionsschiene auch wissenschaftlich zusammen mit der Direktorin für Kieferorthopädie der Universitätsklinik Marburg Frau Prof. Dr. Heike Korbmacher-Steiner.

 
 
 
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